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30.07.2014 - 3. Jahrgang



Kollegen-Kommentar von Thorsten Raedlein: “Sommerloch wurde zum Schützengraben”


Thorsten Raedlein
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Auch unser Kollege Thorsten Raedlein, der Chefredakteur vom Wolfenbütteler Schaufenster, gehört täglich zu den eifrigsten Lesern von WolfenbüttelHeute.de. Morgen erscheint in seinem Anzeigenblatt ein Kommentar zu den Auseinandersetzungen zwischen der regionalen Tageszeitung, dem Wolfenbütteler Bürgermeister und der CDU in den letzten Wochen (WolfenbüttelHeute.de berichtete mehrfach). Wir veröffentlichen seinen Kommentar bereits vorab:

Wolfenbüttels Sommerloch scheint ein Schützengraben zu sein. Diesen Eindruck konnte man zumindest gewinnen, verfolgte man in den vergangenen Wochen die Diskussion rund um den Holzmarkt in der Braunschweiger Zeitung, auf WolfenbuettelHeute.de oder im “Schaufenster”.

Erst schießen anonyme Kritiker mit Kommentaren zum Teil unter der Gürtellinie im Leserforum der Tageszeitung gegen Stadt und Stadtoberhaupt, dann schießt letzterer mit einem scharfen Brief, den das Schaufenster und WolfenbüttelHeute.de veröffentlichten, zurück.

Prompt wird von der Gegenseite schweres Geschütz aufgefahren. Die Truppen stellen sich auf und schon scheinen wir uns im Krieg zu befinden. Da werden munter die Messer gewetzt, sogleich  Allianzen unterstellt. Da wird munter weiter beleidigt, verallgemeinert oder unterstellt. Da spielen plötzlich wieder alte verletzte Eitelkeiten eine Rolle. Um den Holzmarkt und sein Erscheinungsbild, darum geht es schon lange nicht mehr. Der Tag der Abrechnung ist für den einen oder anderen gekommen.

Kollateralschäden? Die werden billigend in Kauf genommen. Hat Wolfenbüttel das verdient? Ist das die Außendarstellung, die Wolfenbüttel braucht? Entsteht so das Wir-Gefühl, dass sich die Bürger und die Geschäftsleute in unserer Stadt wünschen, damit die Innenstadt wieder zur Einkaufsmeile wird? Bringen wir etwa mit so einem Krieg Leben in die Stadt? Begraben wir also endlich das Kriegsbeil. Bekennen wir uns endlich zu unserer Stadt, indem wir sie nicht bei jeder Gelegenheit versuchen schlecht zu machen.

Bringen wir Wolfenbüttel endlich wieder voran. Jeder ist hier gefordert! Und ja, Kritik an Missständen ist dabei ausdrücklich erwünscht. Allerdings weder anonym, noch unter der Gürtellinie. Eine Stadt, unsere Stadt, die 2018 900 Jahre alt wird, hat diesen Respekt verdient.






Auch das noch: Karl-Heinz Kluschke twittert