Das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel und Russland im Zeitalter der Aufklärung ist Thema eines Vortrags von Michael Schippan im Rahmen der Werkstattgespräche der Forschungsabteilung der Herzog August Bibliothek am Donnerstag, 23. Februar, um 14.15 Uhr. Veranstaltungsort ist der Seminarraum im Zeughaus der Herzog August Bibliothek.
Die Eheschließungen zwischen Angehörigen der Fürstenhäuser Braunschweig-WolfenÂbütÂtel/BraunÂschweig-Bevern und der russischen Zarendynastie 1711 und 1739 schufen einen politischen Rahmen für die Belebung der kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen zwischen den vergleichsweise kleinen welfischen Herzogtümern und dem ausgedehnten euro-asiatischen Imperium. Ziel des Projektes ist es, erstmals diese mit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, dem Collegium Carolinum in Braunschweig und der Universität Helmstedt verbundenen Kontakte in ihrer Vielfalt zu erfassen. Sowohl die in Wolfenbüttel und Braunschweig aufbewahrten zeitgenössischen Bücher und Manuskripte zur Russlandthematik als auch die in Russland lagernden Zeugnisse über die Kontakte mit dem Herzogtum sollen bibliographisch erfasst sowie durch elektronische Medien zugänglich gemacht werden. Damit wird die Herzog August Bibliothek ähnliche Übersichten vorlegen, wie zuvor die Bibliotheken in Göttingen, Jena, Eutin und Gotha mit ihren gedruckten Slavica- und Osteuropa-Katalogen.
Dr. Michael Schippan ist seit Oktober 2009 Bearbeiter des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Herzog August Bibliothek unterstützten Projekts „Nikolaj Karamzin (1766-1826), ein russischer Europäer“ und Autor der ersten deutschsprachigen Biographie dieses Schriftstellers. Seine Monographie „Die Aufklärung in Russland im 18. Jahrhundert“ wird in diesem Jahr im Otto Harrassowitz Verlag Wiesbaden erscheinen.
Eintritt: frei
Informationen unter Tel.: 05331/808-214 und www.hab.de

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